So erhalten Sie die Stromkosten für Ihren E-Firmenwagen zurück

Laden Sie Ihr elektrisch betriebenes Firmenauto bei sich zuhause auf, entstehen Ihnen Stromkosten, die eigentlich Ihrem Arbeitgeber zuzurechnen sind. Hier lesen Sie, welche Möglichkeiten es für die Rückerstattung bzw. Verrechnung der Energiekosten gibt.

Grob zusammengefasst gibt es drei Möglichkeiten für eine Abgeltung der Aufwände:

Verrechnung der “echten” Ladekosten an den Arbeitgeber

Wenn Sie sich von Ihrem Arbeitgeber die tatsächlichen Stromkosten rückerstatten lassen möchten, müssen Sie Aufzeichnungen zu den Ladevorgängen führen und regelmäßig Einzelnachweise über den für das Laden verbrauchten Strom erbringen. Dies funktioniert am besten mit einem separaten Zähler oder mit einer Wallbox, die mit einem integrierten MID-geeichten Zähler ausgestattet ist.

Wichtig ist, dass Sie unkompliziert zwischen privat genutztem Strom und Strom für das Laden des Firmenautos unterscheiden können. Dies ist vor allem dann relevant, wenn Sie an ein und derselben Wallbox sowohl Ihren Firmenwagen als auch Ihr privates Fahrzeug laden. Technisch wird dies meistens über RFID-Karten umgesetzt, sodass eine RFID-Karte Ihrem Firmenauto und die andere Ihrem Privatauto zugeordnet ist. So können die Ladevorgänge für jedes Fahrzeug sauber voneinander getrennt bzw. auseinandergehalten werden.

In diesem Fall benötigen Sie eine Wallbox mit RFID-Funktion. Was wichtig ist: Die Aufzeichnungen über den konsumierten Ladestrom müssen sich über einen repräsentativen zusammenhängenden Zeitraum erstrecken, normalerweise über eine Dauer von drei Monaten. Und: der in die Wallbox integrierte Stromzähler muss MID-konform sein. Anhand der Belege kann Ihnen Ihr Arbeitgeber dann die nachgewiesenen Kosten als steuerfreien Auslagenersatz erstatten.

Gegenrechnung mit dem geldwerten Vorteil durch den Firmenwagen

Falls Ihnen die Kosten für das Laden Ihres Dienstwagens nicht von Ihrem Dienstgeber rückerstattet oder pauschal abgegolten werden, können Sie den entstandenen Aufwand vom geldwerten Vorteil abziehen, den Sie durch die Zurverfügungstellung des Firmenwages erhalten. Die Kosten die Ihnen beim privaten Aufladen Ihres E-Firmenautos entstehen, mindern also den geldwerten Firmenwagen-Vorteil. Maßgeblich sind auch hier die tatsächlich angefallenen Stromkosten. Sie benötigen also auch in diesem Fall eine Möglichkeit den Strom, der zum Laden des Firmenfahrzeugs verbraucht wurde, nachzuweisen. Seitens der Ladeinfrastruktur kann dies mit einem separaten Zähler oder mit einer Ladestation mit integriertem MID-geeichten Zähler bewerkstelligt werden. Falls sich Ihr privates E-Auto und Ihr Firmenwagen eine Wallbox teilen, bietet sich auch hier wieder eine Wallbox mit RFID-Funktion an, mit der die Ladevorgänge bzw. die Strommengen für beide Fahrzeuge separat erfasst werden können.

Abgeltung der Ladekosten per Pauschale

Ist Ihnen die Abrechnung der tatsächlichen Stromkosten zu kompliziert, umständlich oder kostspielig, können Sie auch für eine Abgeltung über eine monatliche Pauschale optieren. Die Höhe der Pauschale hängt davon ab, ob Sie Ihr dienstliches E-Auto ausschließlich zuhause laden, oder ob Ihnen Ihr Arbeitgeber zusätzliche Lademöglichkeiten zur Verfügung stellt (z. B. am Unternehmensstandort oder eine Strom-Tankkarte für öffentliche Ladesäulen). Die Höhe der Pauschale unterscheidet sich außerdem je nach Antriebsart: Für vollelektrische Fahrzeuge wird eine höhere Pauschale ausgezahlt als für Plug-in-Hybride. Abhängig von diesen Faktoren, bewegt sich die Höhe der monatlichen Pauschale zwischen 15 und 70 Euro. Hier lesen Sie alle Details zur Höhe der Pauschale und wie die pauschalierte Abrechnung genau funktioniert.

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Fragen zu “Firmenwagen zuhause aufladen – Alle Möglichkeiten der Rückerstattung privat getragener Stromkosten

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