Diese Wallboxen kombinieren RFID und Stromzähler

Wer mehrere E-Autos an nur einer Ladestation laden möchte, und für jedes Fahrzeug eine getrennte Auswertung des geladenen Stroms benötigt, greift am besten zu einer Ladestation mit integriertem Stromzähler und RFID-Kartenleser. Der Stromverbrauch kann so pro RFID-Karte ausgewertet werden (z. B. für die Abrechnung mit dem Arbeitgeber). Hier lesen Sie, für welche Anwendungsfälle kombinierte RFID- und Zähler-Wallboxen sinnvoll sind und welche Wallboxen in Frage kommen.

Wer keine weiteren Hintergrundinformationen benötigt und direkt zur Auswahl von Wallboxen springen möchte, findet hier die passende Modelle:

Wer sich noch nicht ganz sicher ist, und noch weitere Informationen zum Thema benötigt, findet hier die wichtigsten Informationen übersichtlich zusammengefasst.

Wann eine Wallbox mit Stromzähler und RFID sinnvoll ist

Wallboxen, die sowohl über einen Stromzähler als auch über einen RFID-Kartenleser verfügen, werden für unterschiedlichste Anwendungen bzw. Einsatzwecke benötigt. Eine Kombi-Wallbox mit RFID plus Zähler ist immer dann sinnvoll, wenn Ladevorgänge getrennt erfasst und ausgewertet werden sollen. Hierbei kann es sich einerseits um ein zweites Fahrzeug, aber auch um eine weitere Person handeln, für die der Ladestrom separat aufgezeichnet werden soll. Nicht zuletzt wertet man mit einer Kombi-Wallbox mit eingebautem RFID und Stromzähler auch die eigene Immobilie nachhaltig auf.

Wallboxen zum Abrechnen von Stromkosten mit dem Arbeitgeber

Zu den häufigsten Gründen, warum sich E-Auto-Fahrer eine Ladestation mit Energiezähler und RFID anschaffen, zählt die Möglichkeit, die ins Fahrzeug geladene Strommenge mit der Firma abzurechnen. Private Ladevorgänge werden mit der RFID-Karte A, arbeitsbezogene Ladevorgänge mit der RFID-Karte B vorgenommen. Dieses Prinzip kann auch auf das Privatfahrzeug (RFID-Karte A) und Firmenauto (RFID-Karte B) übertragen werden. Dieses Prinzip kann beliebig erweitert werden. So lassen sich auch mehrere private E-Autos und Dienstwagen an ein und derselben Ladestation laden und separate Statistiken zum Stromverbrauch erstellen. Wichtig ist dabei, dass es sich um eine Wallbox mit RFID und MID-Zähler handelt, um die rechtlichen Vorgaben für die Abrechnung mit dem Dienstgeber zu erfüllen.

Wallboxen zum Abrechnen von Stromkosten innerhalb der Familie bzw. des Haushalts

Getrenntes Laden von Privat- und Firmenfahrzeugen ist aber nicht der einzige Anwendungsfall für Wallboxen, in denen RFID und Energiezähler kombiniert sind. Oft ist es auch innerhalb der Familie oder Hausgemeinschaft gewünscht, Stromkonsum pro Fahrzeug bzw. pro Person zu kennen. In diesem Fall erhält jedes Familien- oder Haushaltsmitglied einen eigenen, ihm zugewiesenen RFID-Chip. Die Wallbox zeichnet jeden einzelnen Ladevorgang pro RFID-Chip auf. So kann am Ende des Monats ausgewertet werden, welches Familien- bzw. Haushaltsmitglied welche Strommenge in ihr/sein E-Auto geladen hat. In diesem Fall gelten keine speziellen gesetzlichen Bestimmungen. Eine Wallbox mit RFID und MID-Zähler oder gar eine Wallbox mit RFID und eichrechtskonformem Zähler ist nicht nötig. Es genügt eine Ladestation mit normalem Zähler.

Wallboxen zum Erfassen von Stromkosten für das Laden von Gästen und Kunden

Stehen kostenlose Lademöglichkeiten für Kunden oder Gästen zur Verfügung, kann es aus wirtschaftlichen Gründen dennoch sinnvoll sein, über die Stromkosten Bescheid zu wissen, die beim Laden von Kunden oder Gästen anfallen. In Unterkünften (Hotel, Appartement, Pension, Ferienwohnung etc.) können Gästen RFID-Karten ausgehändigt werden, um den Ladevorgang zu starten. Am Ende des Aufenthalts lässt sich der Stromverbrauch auswerten und Unterkunftsbetreiber wissen genau, wieviel Strom für das Laden verbraucht wurde. Achtung: um diese Beträge in Rechnung zu stellen, ist eine Wallbox mit RFID und eichrechtskonformem Stromzähler notwendig. Eine Wallbox mit RFID und MID-Zähler reicht dafür nicht aus. Da Kauf und Betrieb eichrechtskonformer Wallboxen in der Regel sehr kostspielig sind, kann es wirtschaftlich sogar günstiger sein, den Ladestrom kostenlos anzubieten.

Auswertungen von Ladekosten – Diese Möglichkeiten gibt es

Die Form der Auswertung des ins Fahrzeug geladenen Stroms hängt von der jeweiligen Wallbox ab. Auswertungen können z. B. direkt am Display oder Handy abgelesen, oder als PDF bzw. Excel/CSV-Datei exportiert werden. Manche Ladestationen verfügen über die Möglichkeit Ladeberichte bzw. Reports in vorgegebenen Intervallen (z. B. monatlich) automatisch zu erstellen und zu verschicken. So lassen sich z. B. Ladeberichte monatlich automatisch erstellen und per E-Mail an unterschiedliche Empfänger verschicken. Diese Komfortfunktionen helfen dabei, Kosten und Aufwand für das Laden von mehreren Fahrzeugen an nur einem Ladepunkt gering zu halten.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Ratgeber. Setzten Sie ein Lesezeichen permalink.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.