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Die besten Wallboxen zum PV-Überschussladen | Alle Ergebnisse auf einen Blick

Wer sein E-Auto mit Strom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage laden möchte, benötigt eine spezielle Wallbox. Der ADAC hat acht Wallboxen zum PV-Laden auf Funktion und Sicherheit getestet. Überraschend: die günstigste Wallbox ist auch die beste. Wir haben die Ergebnisse für Sie übersichtlich zusammengefasst. Tipp: Hier geht es zu weiteren ADAC-Wallboxtests.

So funktioniert PV-Laden

Beim Laden von E-Autos mit eigenem Solarstrom soll der aktuell vorhandene “Überschuss” nicht eingespeist, sondern zum Laden verwendet werden. Man spricht auch von “PV-optimiertem Laden”, “PV-geführtem Laden” oder “PV-Überschussladen”. Dazu wird wird eine spezielle Wallbox benötigt. Diese muss in der Lage sein, die Ladeleistung permanent an die aktuelle Leistung der Photovoltaikanlage und an den aktuellen Hausverbrauch anzupassen. Steigt der Stromverbrauch im Haus (z. B. durch Benutzung des E-Herds) oder ändert sich die PV-Leistung aufgrund der Witterung (z. B. vorübergehende Bewölkung), so ändert sich auch der zur Verfügung stehende Überschuss.

Das grundlegende Funktionsprinzip

Da der PV-Überschuss also permanent schwankt, muss auch die Wallbox in der Lage sein, die Ladeleistung entsprechend anzupassen. Sinkt der Überschuss, muss die Ladeleistung reduziert werden, steigt er wieder, muss die Ladeleistung wieder erhöht werden. Die dynamische Anpassung des Ladestroms wird entweder von einer (teil-)integrierten oder externen Steuerung übernommen. Häufig wird diese Steuerung auch als Energiemanagement-System (EMS) bezeichnet. Die Information zum aktuell vorhandenen PV-Überschuss wird meistens aus einem Stromzähler (Smart Meter) ausgelesen. Negative Werte am Zähler bedeuten, dass momentan mehr PV-Strom produziert wird als benötigt, und ein Überschuss vorhanden ist – die Wallbox weiß nun über den vorhandenen Überschuss Bescheid und kann den Ladestrom entsprechend anpassen. Eine konventionelle Wallbox genügt hier nicht, stattdessen wird eine eigene PV-Wallbox benötigt.

Das Optimum herausholen

Einige Wallboxen für PV-geführtes Laden verfügen über eine Zusatzfunktion, die sich “automatische Phasenumschaltung” nennt. Mit diesem Feature kann noch mehr aus der PV-Anlage herausgeholt werden und löst das Problem des minimalen Ladestroms. Generell ist es so, dass ein Ladevorgang erst starten kann, wenn einphasig 1,4 kW vorhanden sind. Dreiphasiges Laden kann sogar erst ab 4,1 kW gestartet werden. Liefert die PV-Anlage z. B. gerade 2,5 kW, so kann nur einphasig geladen werden. Ist die Wallbox aber dreiphasig angeschlossen, kann der Ladevorgang nicht starten, da mindestens 4,1 kW benötigt werden. Eine Wallbox mit automatischer Phasenumschaltung würde nun auf einphasiges Laden umschalten und wäre in der der Lage, den Ladevorgang zu starten. Steigt der PV-Überschuss z. B. auf 5 kW, schaltet die Wallbox automatisch auf dreiphasiges Laden um. So wird sichergestellt, dass der vorhandene Überschuss optimal genutzt wird. Für diesen Zweck gibt es eigene Wallboxen mit automatischer Phasenumschaltung.

Diese Wallboxen wurden getestet

Auswahlkriterien der getesteten Wallboxen

Für die Auswahl der Wallboxen hat sich der ADAC an klar definierten Kriterien orientiert. In den Test aufgenommen wurden 11 kW- und 22 kW-Wallboxen zum PV-Überschussladen in der Preisklasse bis 1.700 €. Diese mussten über ein fest angeschlagenes Ladekabel (Typ 2) oder eine Ladesteckdose (Typ 2) und einen eingebauten DC-Fehlerstromschutz verfügen. Weiters dürfen die Wallboxen noch nicht einem vorigen ADAC-Wallbox-Test getestet worden sein.

So wurde getestet – Die Testkriterien

Der ADAC hat folgende Eigenschaften der Wallboxen genauer unter die Lupe genommen:

Lieferumfang und Montage

Unter die Lupe genommen wurden Verpackung, mitgeliefertes Zubehör, Montagehilfen, Werkzeuge, Zertifikate, Hinweise und Anleitungen. Bez. Montage wurde bewertet, wie einfach sich die Ladestation montieren und an die Zuleitung anschließen lässt.

Sicherheit

Beim Thema Sicherheit wurde getestet, ob die Kommunikation zwischen Wallbox und Fahrzeug korrekt funktioniert, ob die Schutzmaßnahmen der Wallbox korrekt funktionieren und ob erforderliche externe Schutzeinrichtungen korrekt vorgegeben wurden. Dabei wurden die Wallboxen nach Herstellervorgaben in Betrieb genommen und mittels Simulator-Box getestet. Geprüft wurden mehrere Fahrzeugstatusvorgaben und die integrierten Schutzeinrichtungen. Ebenso wurde das Typenschild auf Vollständigkeit hin bewertet.

Funktion bzw. Zuverlässigkeit

Beim Thema Funktion wurde überprüft, ob die Wallboxen unterschiedliche E-Autos zuverlässig laden. Die Funktionstests wurden mit folgenden E-Auto durchgeführt: Opel Corsa-e, Renault Megane, Tesla Model Y, VW e-up! und VW ID.3. Zusätzlich wurde geprüft, wie die Wallboxen bei einem Stromausfall reagieren und wie hoch der Stand-by-Verbrauch ist.

Ausstattung und Features

Beim Thema Funktionsumfang wurden mehrere Kriterien getestet. Dazu zählen z. B. Autorisierungsmöglichkeiten (z. B. RFID), integrierter Stromzähler (z. B. MID-Zähler), Display, Einstellen der Ladeleistung, Schnittstellen / Protokolle, Handy-App etc.

Handy-App

Die Handy-Apps der getesteten Wallboxen wurden hinsichtlich Features, Informationsinhalt, Bedienbarkeit und Verfügbarkeit bewertet.

Die Ergebnisse im Detail

Hier finden Sie eine Übersicht der getesteten Wallboxen nach Platzierung inkl. Endnote, Stärken, Schwächen und Kaufmöglichkeiten.

Platz 1: Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0

Der Wattpilot des österreichischen Herstellers Fronius wurde mit der Endnote 1,6 zum klaren Testsieger gekürt. Die Wallbox basiert eigentlich auf dem beliebten go-e Gemini Charger, der auch unabhängig vom Hersteller der PV-Anlage betrieben werden kann. Überzeugt haben vor allem die Sicherheit, die Handy-App, die RFID-Funktion, die automatische Phasenumschaltung und die Möglichkeit, flexible Stromtarife einzubinden.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Ladeleistung einstellbar
  • App mit zahlreichen Features
  • Automatische Phasenumschaltung

Nachteile:

  • Anleitung und CE-Erklärung nur als Download
  • Nur WLAN (kein LAN)

€ 795,00

Details

Platz 2: Entratek Power Dot Fix

Die Power Dot Fix von Entratek landet mit einer Endnote von 1,8 auf dem zweiten Platz. Das farbige Display, das 7 Meter lange Ladekabel und die zahlreichen Konnektivitäts-Features (inkl. mobiler Daten) haben die ADAC-Tester überzeugt. Leider fehlt der Wallbox eine automatische Phasenumschaltung und die Steckerfixierung könnte verbessert werden. Die Handy-App punktet mit ihrem großen Funktionsumfang und einer intuitiven Nutzung.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Ladeleistung einstellbar
  • 2,8 Zoll Farb-Display
  • Sehr langes Ladekabel (7 m)
  • RFID und Handy-App

Nachteile:

  • Anleitung und CE-Erklärung nur als Download
  • Keine automatische Phasenumschaltung
  • Verbesserungspotential bei der Steckerfixierung
  • Eingeschränkte Lesbarkeit des Displays bei starker Sonneneinstrahlung

€ 939,84

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Platz 3: KEBA KeContact P30 PV-Edition

Die PV-Wallbox des österreichischen Herstellers KEBA erklimmt mit einer Endnote von 1,9 den dritten Platz. Wie vom Qualitätshersteller KEBA gewohnt, lädt die Wallbox zuverlässig und sicher. Überzeugt haben auch das Info-Display und die gelungene Handy-App. Optional ist auch eine automatische Phasenumschaltung möglich. Als Schwäche wurde die fehlende Autorisierungsfunktion gewertet.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Ladeleistung einstellbar
  • Display mit Ladeinformationen
  • Einfache Bedienung und Handy-App
  • Automatische Phasenumschaltung (optional)

Nachteile:

  • CE-Erklärung nur als Download
  • Keine Autorisierungsfunktion

€ 529,00

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Platz 4: myenergi zappi V2.1

Die beliebte PV-Wallbox zappi von myenergi schafft es zwar nicht auf das Podest, landet aber mit einer Endnote von 2,0 auf dem ehrenwerten vierten Platz. Die Wallbox bringt alles mit, was man zum PV-Überschussladen benötigt – dazu zählt sogar ein zweiter Stromzähler und die notwendigen Strommessklemmen (CT-Klemmen). Überzeugt hat auch die automatische Phasenumschaltung und dass die Lademodi direkt am Display ausgewählt werden können.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Lademodi am Display einstellbar
  • Sehr langes Ladekabel (6,5 m)
  • CT-Klemmen im Lieferumfang enthalten
  • Automatische Phasenumschaltung

Nachteile:

  • CE-Erklärung nur als Download
  • Bedienung über Display gewöhnungsbedürftig
  • Ladeleistung in Echtzeit nicht einstellbar
  • Autorisierung nur über PIN statt RFID

€ 933,31

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Platz 5: openWB series2 standard+

Die series2 standard+ des deutschen Herstellers openWB landet mit einem Testurteil von 2,1 auf Platz 5. Die Wallbox hat einen integrierten FI Typ B, ein 7 Zoll großes Touchscreen-Display und automatische Phasenumschaltung. Durch ihren offenen und modularen Aufbau ist die Wallbox extrem flexibel und kann technisch in vielen Bereichen erweitert bzw. angepasst werden. Sie ist also keine Plug-&-Play-Wallbox. Bemängelt wurde das Kabelmanagement und das Fehlen einer Handy-App.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Ladeleistung einstellbar
  • 7 Zoll Touchscreen
  • Gute Erweiterbarkeit dank offener Architektur
  • Automatische Phasenumschaltung

Nachteile:

  • CE-Erklärung nur per Anforderung
  • Keine Handy-App
  • Autorisierung nur über PIN statt RFID
  • Konfiguration etwas komplexer

€ 1.589,00

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Platz 6: Charge Amps Halo

Die Wallbox Halo aus dem Hause Charge Amps erreicht eine Endnote von 2,2 und landet damit auf Platz 6. Überzeugt hat die Ladestation neben ihrem modernen Design auch das sehr lange Ladekabel, eine integrierte Schukosteckdose (230 Volt) und die gelungene Handy-App. Optional ist auch eine Phasenumschaltung über Amp Guards (Energiemanager) realisierbar.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Einstellbare Ladeleistung
  • Sehr langes Ladekabel
  • Integrierte 230 Volt-Steckdose
  • Automatische Phasenumschaltung (optional)

Nachteile:

  • Anleitung und CE-Erklärung nur als Download
  • Keine Handy-App
  • Kein Montagematerial im Lieferumfang
  • Kein automatisches Weiterladen nach Stromausfall

€ 999,95

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Platz 6: SMA EV Charger 22 kW

Der EV Charger von SMA wird mit einer Endnote von 2,2 bewertet und landet somit auf dem sechsten Platz. Die Wallbox ist schwer und robust gebaut. Überzeugt hat die Möglichkeit, die Ladeleistung direkt am Gehäuse über einen Drehregler einstellen zu können. Dazu ist allerdings ein EMS von SMA nötig, ebenso wie für die Nutzung der Handy-App.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Einstellbare Ladeleistung
  • Einfache Bedienung
  • Automatische Phasenumschaltung (optional)

Nachteile:

  • Anleitung und CE-Erklärung nur als Download
  • Scharfkantige Kabelhalterung
  • App und Drehregler für Ladeleistung nur in Verbindung mit EMS von SMA

€ 1.377,05

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Platz 6: Smartfox Pro Charger

Der Pro Charger von Smartfox erzielt 2,2 Punkte und landet damit ebenso auf Platz 6. Positiv wurde das Kabelmanagement, das Display für den Energiezähler und die automatische Phasenumschaltung (nur in Verbindung mit dem Smartfox EMS). Bemängelt wurde, das Fehlen einer Handy-App, Vernetzung und Autorisierung.

Vorteile:

  • Zuverlässig und sicher
  • Einfache Bedienung
  • Integrierter Stromzähler
  • Automatische Phasenumschaltung (mit EMS)

Nachteile:

  • Keine Autorisierungsfunktion
  • Keine Vernetzung
  • Keine Handy-App

€ 999,00

Details

Das Ranking als Tabelle

Platz Wallbox Bewertung
1 Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0 1,6
2 Entratek Power Dot Fix 1,8
3 KEBA KeContact P30 PV-Edition 1,9
4 myenergi zappi V2.1 2,0
5 openWB series2 standard+ 2,1
6 Charge Amps Halo 2,2
6 SMA EV Charger 22 kW 2,2
6 Smartfox Pro Charger 2,2

Notengrenzen / Bewertungssystem: 0,6 – 1,5 (sehr gut) | 1,6 – 2,5 (gut) | 2,6 – 3,5 (befriedigend) | 3,6 – 4,5 (ausreichend) | 4,6 – 5,5 (mangelhaft)

Fazit

Insgesamt hat der ADAC acht Wallboxen zum PV-Überschussladen getestet und dabei ausschließlich die Note “Gut” vergeben. Das bedeutet, dass alle acht getesteten Modelle gut zum Laden mit eigenem PV-Strom geeignet sind. Was der Test außerdem zeigt, ist, dass es nicht unbedingt die teuerste Lösung sein muss. Überraschenderweise hat sich ausgerechnet die günstigste PV-Wallbox (Fronius Wattpilot) den Spitzenplatz gesichert. Die kompakte Ladestation vereint alles, was man zum PV-geführten Laden braucht: eine praktische App, RFID-Autorisierung, unterschiedliche Schnittstellen und sogar automatische Phasenumschaltung. Dieses Paket ist schwer zu schlagen. Wer sich nicht auf Fronius festlegen will oder kein Fronius-System besitzt, kann auch zum Schwestermodell go-e Charger Gemini greifen, der mit PV-Anlagen aller Hersteller kompatibel ist.

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