Empfehlung für Wallbox zum Laden von PV-Überschuss gesucht? Mit diesen Modellen klappt es!

Wer eine Photovoltaikanlage betreibt, will den selbst erzeugten Strom idealerweise direkt ins Elektroauto laden – statt ihn für wenig Geld ins Netz einzuspeisen. Genau das ermöglicht eine Wallbox zum PV-Überschussladen. Wir erklären, wie es funktioniert, worauf Sie beim Kauf achten müssen – und welche Wallboxen wirklich dafür geeignet sind.

Was ist PV-Überschussladen?

Wenn Ihre Solaranlage mehr Strom erzeugt als der Haushalt gerade verbraucht, gibt es zwei Möglichkeiten: Einspeisen ins öffentliche Netz (gegen geringe Vergütung) – oder direkt ins Elektroauto laden. PV-Überschussladen nutzt genau diesen Überschuss: Die Wallbox kommuniziert mit dem Wechselrichter oder dem Energiemanagementsystem und regelt die Ladeleistung dynamisch. Steigt der Überschuss, wird schneller geladen; sinkt er, drosselt die Box automatisch.

Wichtig zu wissen: Der technische Mindest-Ladestrom beträgt 6 Ampere (A), was ca. 1,4 Kilowatt (kW) entspricht. Erst ab diesem Wert kann eine Wallbox überhaupt mit dem Ladevorgang beginnen. Dies gilt für einphasiges Laden. Beim dreiphasigen Laden beträgt die Mindestleistung ca. 4,2 kW – ergibt sich aus 3 x 6 A pro Phase.

Die 5 wichtigsten Kaufkriterien

Nicht jede Wallbox unterstützt PV-Überschussladen. Achten Sie bei der Wahl der passenden Wallbox auf folgende Punkte:

  • Dynamische Leistungsregelung: Die Wallbox muss die Ladeleistung stufenlos zwischen 6 A und ihrem Maximum regeln können – nicht nur ein/aus schalten.
  • Wechselrichter-Kompatibilität: SMA, Fronius, Huawei, Kostal, SolarEdge – prüfen Sie vorab, ob Ihre Kombination unterstützt wird.
  • Smart Meter / Energiemanagement: Ein Smart Meter im Zählerschrank ist in den meisten Fällen Voraussetzung für eine präzise Regelung.
  • 1- und 3-phasiges Laden: Bei geringem Überschuss (z. B. kleiner PV-Anlage) ist 1-phasiges Laden effizienter. Wallboxen mit automatischer Phasenumschaltung sind daher klar im Vorteil.
  • App-Steuerung und Zeitpläne: Komfortable Bedienung per App mit manuellen Modi und Zeitplänen sorgt für maximale Flexibilität im Alltag.

Top 3: Unsere Wallbox-Empfehlungen zum PV-Überschussladen

Platz 1: go-e Charger Gemini

Der go-e Charger ist eine der flexibelsten Lösungen auf dem Markt: kabelgebunden oder mobil nutzbar, hervorragende offene API und native PV-Überschussfunktion per App. Kompatibel mit nahezu jedem Wechselrichter. Die automatische 1/3-Phasen-Umschaltung macht sie besonders effizient bei wechselndem Solarertrag.

  • Ladeleistung: bis 22 kW
  • Phasenumschaltung: automatisch und manuell
  • PV-Integration: offene Schnittstellen oder mit go-e Controller
  • Schutzart: IP65
  • Preis: ab ca. € 550,- (ohne Montage)

Was uns am go-e Charger besonders gefällt:

✅ Offene API, hervorragend integrierbar
✅ Kein Cloud-Zwang

Platz 2:  Fronius Wattpilot

Für Fronius-Anlagenbesitzer ist der Fronius Wattpilot die logische Wahl: nahtlose Integration in das Solar.web-Ökosystem, sehr einfache Einrichtung und zuverlässige Überschussregelung direkt ab Werk. Weniger geeignet, wenn ein anderer Wechselrichter verbaut ist.

  • Ladeleistung: bis 22 kW
  • Phasenumschaltung: automatisch und manuell
  • PV-Integration: nativ (Fronius-Ökosystem)
  • Schutzart: IP65
  • Preis: ab ca. € 600,- (ohne Montage)

Was den Fronius Wattpilot auszeichnet:

✅ Perfekte Fronius-Integration
✅ Sehr einfache Einrichtung

Platz 3: KEBA KeContact

Die KEBA KeContact steht für Österreichische Industriequalität, robustes Gehäuse und ein offenes Ökosystem. In Kombination mit dem KEBA Energy Management System (KEMS) ideal für komplexere Haushalte mit mehreren Verbrauchern.

  • Ladeleistung: bis 22 kW
  • Phasenumschaltung: mit KEMS-Modul
  • PV-Integration: über KEMS
  • Schutzart: IP54
  • Preis: ab ca. € 850,- (ohne Montage)

Warum die KEBA-Wallbox besonders zu empfehlen ist:

✅ Sehr robuste Verarbeitung
✅ OCPP-kompatibel

PV-Überschuss-Einrichtung in 3 Schritten

Wenn alle Komponenten vorliegen und untereinander kompatibel sind, erfolgt die Konfiguration in den meisten Fällen relativ unkompliziert:

  1. Smart Meter installieren lassen: Ein bidirektionaler Smart Meter im Zählerschrank misst Verbrauch und Einspeisung in Echtzeit. Ohne Zähler kann die Wallbox nicht sinnvoll regeln. Die Installation übernimmt ein Elektrofachbetrieb mit Spezialisierung auf Ladelösungen.
  2. Wallbox und Wechselrichter verbinden: Je nach System per WLAN (MQTT), Ethernet (Modbus TCP) oder proprietärem Protokoll. Viele moderne Wallboxen bieten eine geführte App-Einrichtung.
  3. Lademodus einstellen: In der App wählen Sie zwischen „Nur Überschuss", „Überschuss + Netzbezug bis X kW" oder „Schnelladen". Im Alltag empfiehlt sich ein Zeitplan: tagsüber PV-Modus, nachts bei günstigem Nachttarif nachladen.

Checkliste vor dem Kauf

Um sicherzustellen, dass die PV-Wallbox zu Ihrem System passt, und Ihre Anforderungen erfüllt, empfehlen wir folgende Punkte vor dem Kauf zu beachten:

  • Wechselrichter-Modell notiert und Kompatibilität mit gewünschter Wallbox geprüft
  • Smart Meter vorhanden oder Einbau geplant
  • Hausanschluss prüfen: min. 3 x 16 A für 11 kW-Wallbox | min. 3 x 32 A für 22 kW-Wallbox
  • Installationsort festgelegt (Schutzklasse beachten: IP54 für Außenbereich)
  • Fördermöglichkeiten recherchiert (KfW, BAFA, Länderprogramme)
  • Zertifizierten Fachbetrieb für die Installation beauftragt
  • Automatische 1/3-Phasen-Umschaltung als Feature eingeplant?

Fragen zum PV-Überschussladen?

Sie sind unsicher, welche Wallbox zu Ihrer PV-Anlage passt? Hier finden Sie unsere aktuelle Auswahl an PV-Wallboxen. Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich – von der Auswahl bis zur fertigen Installation. Hinterlassen Sie dazu unten ein Kommentar, wir werden uns umgehend bei Ihnen zurückmelden.

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