So gut funktioniert die Phasenumschaltung des go-e Chargers in der Praxis

Der go-e Charger nutzt automatische Phasenumschaltung, um das Laden flexibel an die verfügbare PV-Leistung anzupassen, Lastspitzen zu vermeiden und den Energiefluss optimal zu steuern. In diesem Beitrag betrachten wir, wie gut die Phasenumschaltung des go-e Chargers tatsächlich funktioniert, welche Vorteile sie im Alltag bietet und worauf Nutzer achten sollten, um das Potenzial dieses Features voll auszuschöpfen. Dabei gehen wir sowohl auf technische Aspekte als auch auf echte Anwendererfahrungen ein, um ein praxisnahes Bild zu vermitteln.

Wie schnell reagiert die Phasenumschaltung?

In der Auswertung wird außerdem deutlich, wie schnell der go-e Charger auf Veränderungen der verfügbaren PV-Leistung reagiert. Gerade bei wechselnder Sonneneinstrahlung schwankt der Eigenstromertrag im Tagesverlauf teils stark. Entscheidend ist daher, wie viel Zeit vergeht, bis die Wallbox diese Änderungen erkennt und die Phasenumschaltung entsprechend anpasst.

Die Grafik zeigt, in welchen Zeitabständen der go-e Charger auf steigende oder sinkende PV-Leistung reagiert und wann der Wechsel zwischen ein- und dreiphasigem Laden tatsächlich erfolgt. So lässt sich nachvollziehen, ob die Anpassung nahezu in Echtzeit geschieht oder ob es zu Verzögerungen kommt. Diese Reaktionsgeschwindigkeit ist ein wichtiger Faktor für die Effizienz des PV-Überschussladens und gibt Aufschluss darüber, wie gut sich der Charger im Alltag in ein solares Energiesystem integrieren lässt.

Auswertung über den Tagesverlauf

Um die Leistungsfähigkeit der Phasenumschaltung realistisch zu bewerten, haben wir das Ladeverhalten des go-e Chargers über einen gesamten Tag hinweg beobachtet und ausgewertet. Dabei wurde analysiert, wie zuverlässig und schnell der Wechsel zwischen einphasigem und dreiphasigem Laden erfolgt, insbesondere bei variierender Verfügbarkeit von Strom aus der Photovoltaikanlage. Ziel war es, die Funktion unter praxisnahen Bedingungen zu testen und nicht nur theoretisch zu bewerten.

Die dabei gewonnenen Messdaten haben wir in einer Grafik aufbereitet, die den Verlauf der Ladeleistung und die Umschaltvorgänge im Tagesverlauf anschaulich darstellt. So wird deutlich, in welchen Situationen der go-e Charger die Phasen wechselt und wie rasch und stabil das System dabei arbeitet. Anhand dieser Praxisbeobachtung lässt sich nachvollziehen, wie gut die Phasenumschaltung im Alltag funktioniert und welchen Mehrwert sie für effizientes Laden bietet.

So klappt es in der Praxis – Echte Messungen

Um zu beurteilen, wie schnell/langsam der go-e Charger von einphasigen auf dreiphasigen und vice versa wechselt, betrachten wir die PV-Produktion und den Verbrauch über einen Tag hinweg. In den Auswertungen wird der gesamte Hausverbrauch dargestellt, der go-e Charger regelt die Ladeleistung also abhängig von der aktuellen PV-Leistung und den aktiven Verbrauchern. Die Messungen wurden an einem durchwegs sonnigen Wintertag (13. Februar 2026) durchgeführt. Von der gesamten Energiemenge (Gesamtverbrauch: 43,35 kWh) wurden 34 kWh in das Fahrzeug geladen.

Folgende Komponenten wurden für den Test eingesetzt:

PV-Produktion und Verbrauch – Gesamter Tag

Die folgende Grafik zeigt die PV-Produktion und den Verbrauch über einen Tag. Die grüne Linie zeigt die PV-Leistung, die rote Linie den Verbrauch. Einfach gesagt: Um möglichst kosteneffizient zu laden, müsste der go-e Charger dafür sorgen, dass die rote Linie möglichst knapp an der grünen Linie verläuft. In den anschließend gezeigte Grafiken zoomen wir noch weiter in die Details.

Umschaltung zwischen 1-/3-phasig – Verbrauch folgt Produktion

Die folgende Auswertung zeigt etwas genauer, wie exakt und wie schnell der go-e Charger die Ladeleistung an den zur Verfügung stehenden PV-Strom anpasst. Zwischen 09:00 Uhr und 10:00 Uhr ging die PV-Leistung zurück und die Wallbox hat entsprechend reagiert: Umschaltung auf einphasiges Laden und damit Reduktion der Ladeleistung auf unter 3 kW.

Detailansicht "Zoom-in" auf Schlüsselmomente der Phasenumschaltung

Die folgende Abbildung zeigt, dass die PV-Produktion schwankt und an zwei Stellen stärker eingebrochen ist. Der go-e Charger schafft es, die Ladeleistung von knapp 10 kW auf unter 4 kW anzupassen und dabei von dreiphasigem auf einphasiges Laden umzuschalten. Die Messintervalle betragen 5 Minuten (leider stehen uns keine engeren Intervalle zur Verfügung). Dennoch erkennt man, dass der go-e Charger die Umschaltung sehr zeitnah vornimmt.

Dreiphasiges Laden

In der folgenden Abbildung geht es zwar nicht vom Wechsel zwischen ein- und dreiphasigem Laden, aber man kann relativ gut erkennen, wie "flüssig" der go-e Charger den Ladestrom an den zur Verfügung stehenden Sonnenstrom anpasst. Die rote Kurve folgt der grünen Kurve.

Was die Phasenumschaltung bringt

Beim go-e Charger hängt die Ladeleistung davon ab, ob einphasig oder dreiphasig geladen wird. Im einphasigen Betrieb liegt die maximale Ladeleistung der 11 kW-Version bei bis zu 3,7 kW (16 A bei 230 V). Im dreiphasigen Betrieb sind maximal 11 kW möglich (3 × 16 A bei 400 V).

Beim Laden von E-Autos gelten feste Mindestwerte für einen stabilen Ladevorgang. Pro Phase werden in der Regel mindestens 6 A benötigt. Daraus ergibt sich eine minimale Ladeleistung von etwa 1,4 kW im einphasigen Betrieb und rund 4,1 kW im dreiphasigen Betrieb. Sinkt die verfügbare Leistung unter diese Schwellen, kann das Fahrzeug nicht mehr normgerecht geladen werden, sodass die Wallbox – in diesem Fall der go-e Charger – die Leistung reduziert oder den Ladevorgang unterbricht.

Hier zeigt sich, wie wichtig eine gut funktionierende Phasenumschaltung ist. Bei geringem PV-Überschuss reicht die verfügbare Energie häufig nicht für dreiphasiges Laden aus, da die Mindestleistung nicht erreicht werden kann. In diesen Situationen schaltet der go-e Charger auf einphasigen Betrieb um und ermöglicht so das Laden bereits ab etwa 1,4 kW. Steigt der Überschuss wieder an, wechselt das System zurück auf drei Phasen und nutzt die volle Leistung von bis zu 11 kW. Auf diese Weise sorgt die Phasenumschaltung auch bei der 11-kW-Version für eine besonders flexible und effiziente Nutzung des selbst erzeugten Stroms.

Die Kombination: go-e Charger + go-e Controller

Wir empfehlen die Kombination aus go-e Charger und go-e Controller, da die beiden Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind. Der go-e Controller (z. B. installiert im Verteilerkasten) sendet dem go-e Charger permanent den aktuellen PV-Überschuss, damit die Ladeleistung entsprechend angepasst werden kann. Erhältlich sind der go-e Charger und go-e Controller über unsere Partner.

Fragen zur Phasen-Umschaltung mit dem go-e Charger?

Sie haben noch Fragen zum PV-Laden mit dem go-e Charger? Hinterlassen Sie einfach unten einen Kommentar und Sie erhalten von uns innerhalb kurzer Zeit eine Rückmeldung. Oder werfen Sie einen Blick in die Facebook-Gruppe E-Auto laden, wo sich tausende E-Auto-Begeisterte zum Thema Laden austauschen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Ratgeber. Setzten Sie ein Lesezeichen permalink.
Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.