Weiterentwicklung der THG-Quote – Erhöhung in Sicht

Im Deutschen Bundestag wurde Ende Februar 2026 ein Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) beraten. Ziel der Reform ist es, die gesetzlichen Minderungsverpflichtungen für Kraftstoffanbieter schrittweise zu erhöhen und so den Klimaschutz im Verkehrssektor deutlich zu stärken. Die Quote soll perspektivisch bis 2040 weiter ansteigen und damit stärkere Anreize für erneuerbare Energien im Verkehr schaffen.

Die Bundesregierung verfolgt damit das Ziel, fossile Kraftstoffe schneller zu verdrängen und Investitionssicherheit für klimafreundliche Alternativen wie Elektromobilität, fortschrittliche Biokraftstoffe und erneuerbare Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (z. B. grüner Wasserstoff) zu erhöhen. Der Entwurf wird nun in den zuständigen Ausschüssen weiter beraten.

Parallel dazu haben mehrere Bioenergieverbände Stellung zum Gesetzentwurf genommen. Grundsätzlich begrüßen sie die Weiterentwicklung der THG-Quote, sehen jedoch an mehreren Stellen konkreten Nachbesserungsbedarf.

Forderungen der Branche

Zu den zentralen Forderungen der Branche zählen unter anderem:

  • Eine frühere und stärkere Anhebung der THG-Quote bereits ab 2027 auf 17,5 Prozent, um Planungssicherheit für Investitionen zu gewährleisten
  • Schrittweise Fortschreibung der THG-Quote bis 2040 auf 59 Prozent.
  • Eine Überprüfung bzw. Abschaffung der bestehenden Kappungsgrenze für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse
  • Eine konsequentere Betrugsprävention durch verbesserte Kontroll- und Registrierungssysteme
  • Die Gleichstellung von biogenem Wasserstoff mit grünem Wasserstoff
  • Kritische Prüfung der geplanten Ausweitung bestimmter Rohstoffgruppen für HVO-Kraftstoffe

Die Verbände argumentieren, dass nachhaltige Biokraftstoffe kurzfristig und kosteneffizient zur Emissionsminderung beitragen können und daher im Rahmen der Quote stärker berücksichtigt werden sollten.

Insgesamt zeigt sich: Die Weiterentwicklung der THG-Quote ist politisch gewollt und soll den Klimaschutz im Verkehr deutlich voranbringen. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Auffassungen darüber, wie ambitioniert und technologieneutral die Ausgestaltung erfolgen sollte. Die kommenden parlamentarischen Beratungen werden entscheiden, wie stark die Quote tatsächlich angehoben wird und welche Energieträger künftig besonders profitieren.

Aktueller Anbietervergleich

Hier geht es zum aktuellen THG-Vergleich.

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